Neue Bausteine im Lebensraum Arnold-Gymnasium
Lernen und Leben
Von der Schulfamilie weitgehend unbemerkt sind während der Sommerferien auf dem AG-Campus weitere Mosaiksteine für einen attraktiven Lebensraum Schule gelegt worden. Völlig neue Möglichkeiten eröffnet ein großes Spielfeld für Beachvolleyball, das auf dem AG-Sportplatz an Stelle der alten Kugelstoßanlage entstanden ist. In unmittelbarer Nachbarschaft ist ein von der Architektin Güliz Celik geschickt strukturierter Freizeitbereich angelegt worden. Hier kann man sitzen, plaudern und entspannen oder sich beim Mühle- und Schachspiel an der frischen Luft auch geistig fordern.
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Dem Wunsch der Schulleitung nach einer „Schule in Bewegung“ fand damit beim Landkreis Coburg in umfangreicher Weise Gehör. Alleine im Jahr 2007 wurden vom Sachaufwandsträger rund 60.000 Euro in das Projekt investiert, bereits im letzten Sommer war der Kunststoffbelag der Spielfelder und Laufbahnen aufwändig saniert worden. Nach Abschluss der Pflanzarbeiten wird unser Sportplatz wieder ein echtes Schmuckstück sein. Nun liegt es an potenziellen Sponsoren und Förderern, die Lust auf Bewegung durch attraktive Ergänzungsmodule weiter zu steigern. Sportlehrer Christian Göhl steht als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.
Keine wesentlichen Fortschritte gibt es leider bei der Verfügbarkeit von Sporthallen für den Basis- und Wahlunterricht. Zwar hat die Regierung von Oberfranken den Zusatzbedarf des Arnold-Gymnasiums für eine neue Zweifach-Halle bereits im Jahr 2005 anerkannt, auch das Baugrundstück an der Friedrich-Jahn-Straße ist schon gekauft. Über die weitere Finanzierung wird in den Gremien des Landkreises aber noch beraten: Soll das Objekt in Eigenregie gebaut werden oder nutzt man ein Private Partnership Modell? Hier muss eine rasche Entscheidung fallen, denn Klagen über den Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen lassen sich nicht mit dem zurzeit unvermeidlichen Ausfall von Sportstunden vereinbaren.
Volle Fahrt voraus heißt es dagegen beim AG-Afternoon. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend EJOTT und dem Landkreis Coburg ist es gelungen, die Nachmittagsbetreuung für Unterstufenschüler fest zu etablieren. Sozialpädagogin Christin Jahn wird bei den anstehenden Elternabenden für die 5. und 6. Klassen gemeinsam mit AG-Projektleiterin Monika Barthelmess ausführlich über das Angebot informieren. Wie in den letzten Jahren engagieren sich auch zahlreiche ältere Mitschüler und unterstützen die jungen Arnoldiner beim Lernen oder der Erledigung von Hausaufgaben. Daneben gibt es natürlich ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm.
Das AG-Café, seit drei Jahren unverzichtbarer Treffpunkt der Schulfamilie, erhöht seinen Service durch die Einführung eines elektronischen Buchungssystems, klagt aber gleichzeitig über Personalmangel bei den mitarbeitenden Schülerinnen und Schülern. Besonders in der Mittelstufe zeigen sich nun die Auswirkungen des verlängerten Schultages im achtjährigen Gymnasium auf das Zeitbudget der Kinder für ein Engagement neben dem regulären Unterricht.
Hier ist guter Rat teuer und dringend erforderlich. Gefordert sind nun alle Gremien des Arnold-Gymnasiums gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die dem veränderten Schultag Rechnung tragen und gleichzeitig den mit hohem Aufwand gestalteten Raum zum Lernen und Leben nicht in seiner Existenz gefährden. Passives Warten in der Hoffnung auf mögliche zentrale Lösungen wäre ein zu hohes Risiko.
Jochen Dotterweich