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98 Arnoldiner mit dem Reifezeugnis in der Hand
Verantwortungsvoll ins Leben

„Abitur, baccalauréat, A-levels, graduation“ - so wird der höchste Bildungsabschluss an Schulen in verschiedenen Ländern bezeichnet. Der Begriff „Abitur“ ist abgeleitet vom lateinischen Wort „abire“, auf Deutsch „weggehen“. Nach 12 Jahren Schulzeit sind unsere Absolventen bereit wegzugehen, hinaus in die Welt, aber nicht mit leeren Händen.



Sie alle halten das Reifezeugnis in Händen – und das ist bei uns in Deutschland gleichbedeutend mit der allgemeinen Hochschulreife. In anderen Ländern ist das nicht selbstverständlich, sind doch nach Abschluss der Schule erst weitere Aufnahmeprüfungen für die Universitäten zu bestehen. Zum Beispiel muss nach dem französischen „baccalauréat“ zunächst ein „concours“ erfolgreich absolviert werden. Die „A-levels“ in Großbritannien werden nur in wenigen Fächern abgelegt und berechtigen dementsprechend auch nur zum Studium bestimmter Fachgebiete. „Graduation“ in Amerika bietet nur in Verbindung mit nationalen ACT- oder SAT-Prüfungen einen Zugang zur Hochschule. In Deutschland hingegen ist das Abitur – ganz egal in welchem Zweig es erworben wurde – immer noch DER Zugang zu den rund 10.000 Studiengängen, auch wenn manche davon auf Grund zu vieler Bewerber durch Numerus clausus begrenzt sind.

Das Zitat von Prof. Dr. Erwin Ringel, das sich unsere Absolventen für die Einladung zur Feierstunde ausgesucht haben, empfinde ich als sehr treffend: „In einer echten Gemeinschaft wird aus vielen ICH ein WIR.“ Jede Abiturientin und jeder Abiturient hat für sich gekämpft und alle Prüfungen alleine durchstehen müssen. Doch in der Vorbereitung darauf, im gemeinsamen Arbeiten hin auf das große Ziel Abitur ebenso wie im Feiern der Ergebnisse hinterher, werden aus vielen ICH ein WIR.

Von Professor Ringel, dem österreichischen Arzt für Psychiatrie und Vertreter der Individualpsychologie, stammt auch der Satz: „Es geht nicht nebeneinander und schon gar nicht gegeneinander, es geht nur miteinander.“ Und miteinander haben die jetzt erfolgreichen Arnoldiner an unserem AG gearbeitet, gestöhnt und geschwitzt, aber auch miteinander gelernt, gelebt und gefeiert. Die vielen kleinen zehnjährigen ICHs, die vor acht Jahren ihren Weg am Arnold-Gymnasium begonnen haben, sind zu einer echten Gemeinschaft, einem gefühlten WIR zusammen gewachsen!

Dieses WIR-Gefühl hat großes Gewicht in unserer Schulfamilie: Wir leben Gemeinschaft, wir arbeiten zusammen und wir unterstützen uns gegenseitig. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn unsere Abiturienten sich auch in Zukunft ihrer alten Schule verbunden fühlen. Schon beim nächsten Alumnitag können sie ihre Erfahrungen aus der Berufs- und Studienwelt an Jüngere weitergeben.

Weggehen nach so langer Zeit verdient einen würdigen Rahmen: Festlich gekleidet stehen unsere Abiturienten für das Erinnerungsfoto vor St. Georg, festlich empfängt uns Oberbürgermeister Frank Rebhan im Rathaussaal, in festlichem Rahmen überreichen wir ihnen bei der Feierstunde das Dokument, das der Türöffner für die besten Berufschancen ist. Gemeinsam mit ihren Eltern und Familien, ihren Lehrkräften und allen Mitarbeitern unserer Schule freuen wir uns mit ihnen und gratulieren von Herzen!

Für den weiteren Lebensweg wünsche ich unseren Absolventinnen und Absolventen, dass sie sich der Wurzeln in ihren Familien, an ihrer Schule, in ihrer Heimat bewusst sind. Zukünftig werden sie Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen müssen. Ich bin mir allerdings sicher, dass sie das nötige Rüstzeug dafür mitbekommen! Ich wünsche euch alles Gute!

Ursula Kick-Bernklau

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