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P-Seminar-Ausstellung
Wenn Ältere offen über früher reden

Zum Thema "Jugend im Wandel der Zeiten" haben Larissa Schneider und Deniz Bulgur am Arnold-Gymnasium eine interessante Präsentation zusammengestellt.



Heuer wollen Larissa Schneider (20) und Deniz Bulgur (18) ihr Abitur "bauen". Auf dem Weg dorthin gab es auch ein interessantes Seminar, das sich mit dem Thema "Jugend im Wandel der Zeit" befasste. Ein Ergebnis dieses Seminars, eine Wanderausstellung, war bis 9. Februar im Coburger Mehr-Generationen-Haus zu sehen.
"Zunächst erstellten wir einen Fragenkatalog. mit dem wir uns an Zeitzeugen wenden und diese interviewen wollten", erinnert sich Larissa. Aber die Teilnehmer des Seminars hätten sich auch in den eigenen Familien umgeschaut, sich mit Eltern und Großeltern unterhalten.
Dabei wurde deutlich, dass vor allem der technische Wandel zu deutlichen Veränderungen beigetragen habe. "In den 70er Jahren musste man sich für Verabredungen noch persönlich treffen. Da gab es keine Handys, keine SMS, kein Internet und die ganzen Möglichkeiten, die es bietet", stellt die angehende Abiturientin fest. Dadurch hätten junge Leute damals viel Zeit im Freien verbracht.
Deniz Bulgurs Oma kam vor vielen Jahren aus der Türkei nach Deutschland. "Sie wurde in die BRD eingeladen und konnte schon am zweiten Tag mit einer Arbeit beginnen", weiß Deniz und fügt hinzu: "Die Verhältnisse, in denen meine Großeltern in der Türkei lebten, lassen sich mit heute kaum noch vergleichen. Da haben sich viele Dinge weiterentwickelt."
"Ja, ich fand die Recherchen für das Seminar unheimlich spannend. Gleichzeitig war es ziemlich krass zu erfahren, unter welchen Umständen manche Menschen aufwachsen mussten", resümiert Larissa Schneider. Ganz toll sei es gewesen, dass sich vor allem Ältere öffneten und viel von sich preisgaben.
Schneider und Bulgur waren für das Unterthema "Mode im Wandel der Zeit" zuständig, zu dem sich einige Kleidungsstücke bis in die 1930er Jahre hinein in der Ausstellung fanden.
"Eigentlich sollte sich das Seminar allgemeiner mit dem Thema "Soziale Arbeit" beschäftigen", erklärt Leiter Thorsten Zipf. Dann aber hab es sich ergeben, dass zahlreiche unterschiedliche Menschen sich zu Wort melden wollten.
Auf etlichen Stellwänden geht es beispielsweise um die Gebiete Kino und Filme, um die Wünsche und Vorstellungen junger Leute, um das Freizeitverhalten, um die Themen Essen, Schule und Musik. Und nicht zuletzt um Tradition und Disziplin. Auch hier wurden die Unterschiede sehr deutlich.
So heißt es etwa in den Benimmregeln aus den 50er Jahren": "Behandle deine Eltern mit viel Respekt. Eltern sind deine Vorbilder - du kannst viel von ihnen lernen". Auf der Gegenseite steht die heutige Sichtweise: "Mache deinen Eltern klar, dass sie Respekt vor dir, deinem Verhalten und deinen Entscheidungen haben müssen. Höre nicht auf sie und zeige ihnen, dass allein du weißt, was das Beste für dich ist."
Die Ausstellung war bis zum 9. Februar im Mehr-Generationen-Haus, im Treff am Bürglaßschlösschen, zu sehen.

mgi

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