P-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung
Von der Idee zum Projekt
Seit einigen Wochen erforschen die Schüler der G8-Oberstufe gemeinsam mit ihren Seminarleitern pädagogisches Neuland. Dabei stehen die Studien- und Berufsorientierung sowie die Durchführung eines Projekts im Vordergrund. Anhand von Aufgabenstellungen aus der beruflichen oder wissenschaftlichen Praxis werden die Schüler mit der Projektarbeit vertraut gemacht. Kontakte zu externen Partnern aus Hochschule, Forschung und Berufswelt sorgen für den nötigen Praxisbezug. In den ersten Sitzungen sind bereits interessante Pläne formuliert worden.
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In der Gruppe von Stefan Gagel werden drei Ideen für die Projektphase noch heiß diskutiert. Ein Favorit ist die Komposition aus chemischen Experimenten, Naturfotografie und Musik, die in einer Kooperation mit Auszubildenden des Fernsehherstellers LOEWE auf die Bühne gebracht werden könnte. Aber auch die Entwicklung einer eigenen Produktlinie von Heil- und Hygieneartikeln oder eines Experimentierkoffers zur Wasserstoff-Technik sind noch im Gespräch.
Das P-Seminar von Christine Rebhan hat bereits einen externen Auftraggeber, der von der Firma Baur, langjähriger AG-Partner bei MODUS21, vermittelt wurde. Projektziel ist es, den Bekanntheitsgrad der Produktlinie „Stoneline“ – es handelt sich um hochwertige Töpfe und Pfannen – bei Studenten und jungen Erwachsenen zu erhöhen. Dazu werden kurze Videoclips entworfen und produziert, deren Publikation auf Internetplattformen wie „youtube“ erfolgen wird.
Seminarleiter Matthias Reinhardt und seine Schüler beschäftigen sich mit der europäischen Integration. Sie gehen der Frage nach, welche Meinungen und Vorurteile über die EU existieren. In einem zweiten Teil klären die Seminarteilnehmer, wie das Leben der Menschen aktuell von Europa geprägt wird, wie Europa funktioniert und welche Perspektiven es gerade für Abiturienten bietet. Mit dem Global Player Saint Gobain in Rödental ist ein starker Partner mit im Boot.
Zeitgeschichtliche Ansätze verfolgt das Seminar von Mona Schenk. Unter dem Motto „Der große Graben“ werden die Teilnehmer interessante Zeitzeugen aus der Region Neustadt/Sonneberg zu ihrer Wahrnehmung der ehemaligen innerdeutschen Grenze befragen. Unterstützt wird das Projekt durch den international tätigen Journalisten Franz Feyder und das Netzwerk für Demokratie mit Sitz in Sonneberg.
In den Kunstsammlungen der Veste Coburg finden sich die Anknüpfungspunkte für das Projekt „Türkenbeute“, das Christine Wolf mit Schülern deutscher und türkischer Abstammung vorbereitet. Die Kunstgegenstände stammen aus langen Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen und dem Heiligen Römischen Reich, die bis in die Neuzeit andauerten. Gegenseitige Feindbilder sollen herausgearbeitet und im Sinne eines Dialogs zwischen den Kulturen bewertet werden.
Jochen Dotterweich