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Wettbewerb der Jungforscher in Bamberg
Du willst es wissen!

Man braucht kluge Köpfe, ein paar kreative Ideen, genügend Zeit und Ausdauer, eine gute Portion Neugier und ein wenig kreatives Chaos. Kombiniert man das noch mit etwas Leidenschaft für die Sache, dann ist man als Teilnehmer für einen Wettbewerb wie Jugend forscht bestens geeignet. Beim Regionalentscheid für Oberfranken füllten insgesamt 148 Teilnehmer die Kongresshalle in Bamberg. An ihren Ständen präsentierten sie pfiffige Experimente und eigene Forschungsresultate der Jury, interessierten Besuchern und den Mitbewerbern.

Im Fachbereich Technik belegte der 11-jährige Dominik Müller vom Arnold-Gymnasium den ersten Platz mit seinem Projekt zur automatischen Blumenpflege. Mit Hilfe von Sensoren können Pflanzen in einem Minigewächshaus selbstständig bewässert und beleuchtet werden. Im April 2009 wird er sein System beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Dingolfing vorstellen. Jorge Köhler aus der 8. Klasse kam in der Sparte Physik auf den dritten Platz. Er untersuchte, welche Kräfte beim Joggen auf die Gelenke wirken und ob das für die Gesundheit bedenklich ist. Nachwuchsmathematiker Joachim Frenkler aus der K13 war ebenfalls erfolgreich. Mit seinem Projekt zu mehrdimensionalen Räumen belegte er einen zweiten Platz. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Kaspar-Zeuß-Gymnasium holte sich der angehende Abiturient Bernhard Emmert gemeinsam mit zwei Schülerinnen aus Kronach den Sonderpreis für Umwelttechnik und Naturschutz. Die AG-Schülerinnen Maike Kahlert und Annika Schunk präsentierten eine Zitronenbatterie und Simon Kreuzer arbeitete mit „Licht in der Kurve“.

Weitere erfolgreiche Forschungsthemen ergaben Untersuchungen der Klebeeigenschaften von Gummibärchen, ein selbst gebasteltes Planetarium oder die Eigenkonstruktion einer Luftdruckkanone. Zur Nutzung im Schulalltag eignet sich ein Programm, das Schulnoten passend zur gewünschten Zeugnisleistung berechnet. Ebenso schülertypisch zeigten sich Experimente zur Dehnbarkeit von Kaugummi oder auch Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen einem reinen Hautbild und dem Liebeskummer ergründen sollten. Rundum positiv waren die Reaktionen der Teilnehmer, auch wenn natürlich nicht alle auf das Siegertreppchen steigen konnten. Zwar räumten die Schüler ein, dass es ohne erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand nicht möglich sei, an so einem Wettbewerb teilzunehmen, sie bestätigten aber im gleichen Atemzug, dass sich dieser Aufwand definitiv gelohnt habe.

Zu den Besuchern zählten in diesem Jahr auch viele Schulklassen, die sich von der Neugier der jungen Forscher anstecken lassen wollten. Dazu waren die vielfältig und bunt gestalteten Messestände bestens geeignet, die sich handgemalt und liebevoll verziert oder mit professionell anmutenden Computergrafiken und Statistiken präsentierten. Vielfach gab es Ausstellungsstücke zum Anfassen und Ausprobieren. Ganz im Sinne der Idee Jugend forscht hofften die Moderatoren Ulla Scheler und Fabian Schmiedel bei der Preisverleihung, dass alle jungen Tüftler ihre Neugier bewahren und im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Naturwissenschaften gehen werden.

Diana Klose

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