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Lisa Bleitner gewinnt Nanotechnologie-Preis
Kleine Dinge - große Wirkung

Sie ist 18 Jahre jung, bildhübsch, treibt gern Sport und interessiert sich für die Nanotechnologie. Die Rede ist von Lisa Bleitner aus Gestungshausen, die zurzeit die 13. Klasse im Arnold-Gymnasium besucht. Sie nahm an einem Wettbewerb teil, der sich mit Nanotechnologie befasst und belegte bayernweit den dritten Platz.

„Der Jury gefiel besonders die Orginalität, der Einfallsreichtum und die Fantasie, mit der Lisa ans Werk ging“, lobte Christoph Petschenka, Mitglied der Geschäftsstellenleitung des Cluster Nanotechnologie, Nanoinitiative Bayern. Lisa Bleitner hat sich zur Thematik das Spiel „Nanopolis“ einfallen lassen, dass sich mit Wissensfragen rund um die Nanotechnologie befasst. „Was ist größer, ein Haar oder ein Nanotube?“, so lautet eine der Fragen, die zu beantworten sind und die dann bei richtiger Antwort ein Vorrücken auf einem Spielfeld ermöglichen. „Das Haar ist 70 000 Mal größer“, gibt Bleitner die Lösung vor. Die Schülerin hat dazu schon den ersten Vorschlag des Herstellers „Ilse-Spiele“ in Händen: „Wie es aussieht, werden dann Exemplare an die bayerischen Schulen verteilt, damit sich Schülerinnen und Schüler in Pausenzeiten spielerisch mit der Materie befassen können“.

Stolz ist natürlich auch die Schulleitung des AG: „Kleine Dinge zeigen oft eine große Wirkung“, so Direktor Wolfgang Oswald „so gesehen hat die Info-Veranstaltung, die vor einem Jahr bereits schon einmal im Hause war, ihren Zweck erfüllt“. Das sieht auch Jochen Dotterweich, stellvertretender Direktor des AG, so: „Ich bin gespannt auf die Facharbeit von Lisa, die den Leistungskurs Physik belegt, und aufzeigt, dass Physik alles andere als langweilig und reich an Kreativität ist“.

Neben diesem Wettbewerb, der zum zweiten Mal ausgetragen wurde und als feste Einrichtung installiert werden soll, erfüllt die Initiative „Nanotechnologie“ der bayerischen Staatsregierung weitere Aufgaben: „So soll für den Mittelstand eine bessere Vernetzung zu Forschungs- und Entwicklungsvorhaben möglich werden und auch Lehrer sollen auf diesem Gebiet verstärkt fortgebildet werden“, zeigt Christoph Petschenka auf.

Insgesamt besucht Petschenka mit seinem „Nano-Shuttle“ rund 80 Schulen pro Jahr, darunter neben Gymnasien auch Realschulen und Fachoberschulen. Dabei zeigt er anhand von Präsentationen und auch Experimenten anschaulich, wie enorm das Potenzial ist, dass sich durch die Nanotechnologie eröffnet. „Hintergrund ist ein frappierende Ingenieurmangel“, so Petschenka weiter „durch den laut BDI rund sechs Milliarden Euro jährlich verloren gehen“.
Lisa Bleitner will übrigens bei Siemens Dual Management with Engeneering studieren. Und ihre 750 Euro, die ihr der 3. Platz eingebracht hat, will sie nicht alleine für sich beanspruchen: „Dazu hat mir das AG zu sehr geholfen“, meint die sympathische junge Dame „und ich möchte einen Teil sicherlich zurückgeben“.

Noch ein Vergleich: Ein Nanometer hat das gleiche Größenverhältnis zu einem Meter, wie der Durchmesser einer Euro-Cent-Münze zum Durchmesser der Erde.

Peter Tischer (NP)

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